Mit dem ersten Spatenstich zum Erweiterungsbau fiel Ende Februar der feierliche Startschuss für ein neues Kapitel am Schulzentrum Hessen-Homburg. Durch den Neubau wird das Schulzentrum einen Gymnasialzweig erhalten und damit zu einer neunzügigen kooperativen Gesamtschule ausgebaut, womit an der bisherigen Haupt- und Realschule nicht nur baulich, sondern auch organisatorisch eine neue Zeit anbricht.
Um das Mammutprojekt auf den Weg zu bringen, hatte sich bei strahlendem Sonnenschein und unter gewohnt stimmiger musikalischer Begleitung durch die Chor-AG neben Vertretern der Stadtverordnetenversammlung, des Stadtschulamtes und der Schulgemeinde auch Bürgermeister und Schuldezernent Dr. Maximilian Bieri vor Ort eingefunden. Dr. Bieri bezeichnete die Erweiterung des Schulzentrums zu einer Kooperativen Gesamtschule dabei als „zentralen Baustein unserer Schulentwicklungsplanung und ein klares Bekenntnis zu einem vielfältigen, leistungsfähigen und modernen Schulangebot in Hanau.“

Für solch ein Angebot scheut die Brüder-Grimm-Stadt weder Kosten noch Mühen: Rund 33 Millionen Euro werden Bau und Ausstattung des neuen Gebäudes kosten, das sich optisch an den beiden unter Denkmalschutz stehenden Bestandsgebäuden orientiert und diese in Zukunft miteinander verbinden wird. Die ersten Schülerinnen und Schüler können den Neubau wohl im Sommer 2028 beziehen, denn als Bauzeit sind gut zwei Jahre veranschlagt.
Ab dann stehen 45 neue Klassen- und Fachräume zur Verfügung, eine neue Mensa sowie großzügige Pausen- und Aufenthaltsbereiche – selbstverständlich alles barrierefrei erschlossen. „Wir bauen hier nicht einfach zusätzliche Klassenräume, sondern ein modernes Lernumfeld, das pädagogische Konzepte, Aufenthaltsqualität und Inklusion gleichermaßen berücksichtigt“, erläuterte Dr. Bieri. „Gute Bildung braucht gute Räume und genau die schaffen wir hier.“

Dem konnte Schulleiter Christian Henge nur beipflichten, der einen Blick auf den Prozess der Erweiterung des Schulzentrums warf – von den ersten Plänen bis hin zum Spatenstich. Die Schulgemeinde, erläuterte Henge, habe „die Umwandlung des Schulzentrums Hessen-Homburg in eine kooperative Gesamtschule schnell als Chance und Gewinn angesehen, da dies die Vollendung des dreigliedrigen Schulsystems unter einem Dach darstellen würde.“ Die Gespräche zwischen dem Schulträger und der Schulgemeinde, in denen diese Umwandlung detailliert ausgestaltet wurde, lobte Henge vor rund hundert Gästen als „äußerst vertrauensvoll und von einer klaren Vision verbunden.“

Diese Vision nimmt nun in den kommenden Monaten mehr und mehr Gestalt an, wenn der Neubau bei laufendem Schulbetrieb nach und nach aus dem Boden wächst. Wie das neue Gebäude selbst sollen auch die bereits angestoßenen konzeptionellen Überlegungen sukzessive vollendet werden, „ohne dabei die Identität der Schule aus dem Blick zu verlieren.“ Als Teil der Umwandlung in eine kooperative Gesamtschule wird das Schulzentrum Hessen-Homburg dann auch einen neuen Namen erhalten – Vorschläge hierzu können aktuell eingereicht werden.







